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Wie werde ich Promoter?

Junge Menschen, die auf sympathische Art und Weise Produkte oder Dienstleistungen bewerben, sind heutzutage überall gefragt – auf Messen, in Fußgängerzonen, auf Firmenveranstaltungen und sogar in Autohäusern. Die Rede ist von Promotionjobs, bei denen sich insbesondere Studenten ein nettes Taschengeld nebenher verdienen können. Doch was genau erfordert ein Promotionjob und wie wird man Promoter bzw. kommt an Aufträge?

Was sind Promoter?

Viele Firmen setzen nicht nur auf breitflächige Werbung in den digitalen Medien, sondern möchten ihre potentiellen Kunden genau dort antreffen, wo sie tagtäglich unterwegs sind. Das kann ein Sport-Event, die Fußgängerzone oder ein Kaufhaus sein. Um eine Werbebotschaft an diesen „points of interest“ zu transportieren, benötigen sie jedoch Personal, welches die vorbei laufenden Passanten auf das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens aufmerksam macht: ein Promotion-Team ist gefragt!
Somit bietet sich für junge Menschen die Möglichkeit, Geld zu verdienen – und für Studenten der ideale Studentenjob. Denn um eine Werbebotschaft zu transportieren, ist es am besten, wenn die Übermittler der Botschaft jung und dynamisch sind. Das weckt Sympathie und sorgt für natürliche Anziehungskraft.
Bei Promotion-Einsätzen geht es darum, fremde Menschen von etwas zu überzeugen, indem man sie anspricht und auf die Neuigkeit aufmerksam macht. Ein schönes Beispiel ist dabei eine Event-Promotion, wenn ein paar Wochen vor einem anstehenden Konzert auf das Musik-Spektakel mit Flyern aufmerksam gemacht werden soll, damit mehr Besucher zur Veranstaltung kommen.

Wie wird man das und wie kommt man an Aufträge?

Für Studenten sind Promotionjobs besonders geeignet, weil Geld verdienen neben dem Studium ohnehin Priorität hat und die Arbeitszeiten meist flexibel sind. Man muss allerdings nicht Student sein, um Werbebotschafter zu werden. Theoretisch kann die Tätigkeit jeder ausüben, der sie beim Ordnungs- oder Gewerbeamt offiziell angemeldet hat.
Denn um Promotion betreiben zu können, benötigt man einen Gewerbeschein – die wenigsten Agenturen und Firmen sind bereit, die Entlohnung über die Lohnsteuer laufen zu lassen.
Die Beantragung eines Gewerbescheins erfolgt beim jeweiligen Ordnungs- oder Gewerbeamt der Stadt und kostet in der Regel nicht mehr als 20 Euro. Man meldet eine selbstständige Nebentätigkeit an. Allerdings darf der Begriff „Promotion“ nicht im Gewerbeschein als Tätigkeitsbereich angegeben werden, da er für viele Ämter ein nichtssagender Anglizismus ist. Es kann alternativ beispielsweise „Warenverteilung, Flyer und Werbemittel aushändigen, Bewerben von Dienstleistungen“ angegeben werden, was bei den Behörden auf eine viel höhere Akzeptanz stößt.
Ist der Gewerbeschein ausgehändigt, können die ersten Einsätze ausgeführt werden. Die meisten Promotion-Agenturen verlangen bei der Vergabe ihrer Jobs einen Nachweis des Gewerbescheins von ihren Promotern, um sicherzustellen, dass sie keine Schwarzarbeit vermitteln. Einsätze kann man entweder durch allgemeine Bewerbung bei Agenturen (meist über ein Formular auf deren Internetseite) oder durch einschlägige Portale im Internet abgreifen, wie z. B. promotionjobs.online. Hier können Interessierte ein Profil gestalten und im Auftragspool aktiv nach passenden Jobs in ihrer Stadt suchen. Diese finden oft in der Fußgängerzone, in Fachgeschäften, Kaufhäusern oder Event-Locations statt. Auch der Einsatz auf Messen ist möglich, denn auch dort sind redegewandte junge Menschen gefragt!

Welche Anforderungen müssen erfüllt werden?

Um erfolgreich zu promoten und von der Agentur öfter gebucht zu werden, sollte man in erster Linie redegewandt und überzeugend sein. Promoter verdienen ihr Geld mit Reden – dazu zählen das Ansprechen von Passanten und die aktive Präsentation von Produkten oder Dienstleistungen. Gute Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Je nach Einsatz und Aufgabengebiet können auch Sprachkenntnisse, wie z. B. Englischkenntnisse, notwendig sein (z. B. auf Messen mit internationalem Publikum).
Darüber hinaus ist ein gepflegtes Erscheinungsbild wichtig. Ordentliche Kleidung und ein sympathisches Auftreten gehören dazu, wenn man fremde Menschen von einer Sache oder einem Produkt begeistern möchte. Natürlich sollte man auch eine gewisse Offenheit mitbringen und keine Scheu besitzen, auf Menschen zuzugehen. Wer sich nicht traut, spontan Passanten oder Kunden im Laden anzusprechen, ist für einen Promotionjob nicht geeignet. Schüchternheit ist definitiv fehl am Platz. Schön ist es auch, wenn schon Erfahrung im Bereich Kundenwerbung oder Warenpräsentation vorhanden ist. Wer sich neu bei einer Agentur bzw. auf Jobausschreibungen bewirbt und schon Erfahrung vorweisen kann, hat immer gute Chancen. Und zu guter Letzt zählt natürlich auch die Motivation – je motivierter und begeisterungsfähiger man wirkt, desto besser ist es für den Auftraggeber und den anschließenden Jobeinsatz!

Attraktive Verdienstmöglichkeiten

Am Ende zählt bei einem Promotionjob nicht nur der Spaß bei der Arbeit, sondern auch der Verdienst, der hinterher auf dem Konto landet – und dieser ist, verglichen mit anderen Nebenjobs, oft sehr lohnenswert. Meist liegt ein Honorar nie unter 10 Euro pro Stunde und kann sogar bis 15 oder 20 Euro die Stunde betragen.
Bezahlt wird netto auf die Stunde. Wer beim Finanzamt nicht mehr als Kleinunternehmer läuft (sobald mehr als 17.500 Euro Umsatz), muss Mehrwertsteuer berechnen und an das Finanzamt abführen. Als Selbstständiger schreibt man seinen Auftraggebern Rechnungen mit Zahlungsaufforderung des Honorars, welches vorher vertraglich vereinbart wurde.
Handelt es sich beim Promotion-Einsatz um Produktverkäufe, kann es sein, dass der Auftraggeber zusätzlich zum Stundenlohn sogar noch Provision zahlt (bei Elektro-Geräten wie Fernseher und Handys oft der Fall).