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Sedcard erstellen – Worauf muss ich achten?

Der Begriff „Sedcard“ erinnert ein wenig an Model-Business, ist in der Tat aber auch im Promotion-Geschäft von Bedeutung. Sie ist ähnlich wie bei Models die digitale Visitenkarte von Promotern, bei der es jedoch nicht so sehr auf Aussehen, sondern viel eher auf Erfahrung und vorherige Einsätze ankommt. Je mehr Erfahrung ein Promoter hat und je bessere Referenzen er bei der Bewerbung auf einen Promotion-Einsatz vorweisen kann, umso interessanter ist er für die Promotion-Agentur.
Denn diese möchte lediglich sicherstellen, dass sie kompetentes Personal bucht und der Kunde vor Ort zufrieden ist. Da eine Agentur nicht jedes Mal ein Casting veranstalten kann, muss sie sich damit begnügen, ausgiebig die Sedcards zu studieren, die von den Promotern geschickt werden. Eine Sedcard ist zwar keine Pflicht, kommt aber immer besser an, als nur unkoordiniert Fotos zu schicken oder seine bisherige Erfahrung schriftlich in einer E-Mail zusammenzufassen.
Wer nicht langjährig mit Agenturen zusammenarbeitet und vielleicht noch am Anfang steht, sollte sich unbedingt eine Sedcard zulegen. Denn sie ist das Aushängeschild und die Eintrittskarte in die bunte Welt der Promotionjobs. Der PromoterPool von iPM_Promotion bietet seinen Nutzern beispielsweise die Möglichkeit, eine Sedcard über die Plattform zu erstellen und sich als PDF-Datei auf dem heimischen PC abzuspeichern. Diese kann dann auch für Bewerbungen bei anderen Portalen genutzt werden.
Ansonsten kann man eine digitale Sedcard auch mit den Programmen Word oder Power Point in Eigenregie erstellen. Wer sich gut mit Online-Medien auskennt, kann sich sogar einen dazugehörigen Sedcard-Clip basteln (z. B. mit Windows Movie Maker).

Wie ist eine Sedcard aufgebaut?

Eine Sedcard sollte in jedem Fall aktuelle Bilder sowie Referenzen zu vergangenen Jobeinsätzen enthalten.
Die Fotos sind wichtig, weil manche Kunden Vorgaben machen, wie ihr Promotionpersonal auszusehen hat (groß und blond z. B., um mehr Aufmerksamkeit zu erregen). Jedoch erfolgt eine Selektion meist nicht nach Schönheit, sondern nach sympathischem Aussehen. Schließlich wird man als Markenbotschafter eingesetzt und sollte deshalb möglichst freundlich und aufgeschlossen wirken. Eben wie jemand, der keine Scheu hat, auf Menschen zuzugehen und sie von einer guten Sache zu überzeugen.
Wichtig sind auch Angaben zum aktuellen Beschäftigungsstatus (z. B. „Student“) und ein paar physischen Kennzahlen. Die Körper- bzw. Kleidergröße und die Schuhgröße sind relevant, weil manche Agenturen oder Kunden ihren Promotern bestimmte Outfits für die Dauer der Promotion zur Verfügung stellen.
Am besten ist es, wenn die Sedcard auch eine chronologische Aufführung von Referenzen enthält, welche man vorweisen kann. Es ist gut, wenn darunter namhafte Firmen sind – denn so hinterlässt man einen erfahrenen und kompetenten Eindruck. Wenn jemand beim örtlichen Schützenfest für den Veranstalter Flyer verteilt hat, ist das zwar nicht schlecht, aber nicht halb so viel wert wie ein Promotion-Einsatz für einen namhaften Autohersteller auf der IAA oder die Teilnahme an einer Verkostungsaktion in bekannten Supermärkten.

Gibt es Besonderheiten in der Gestaltung/Erstellung?

Es gilt darauf zu achten, dass die Bilder der Sedcard aktuell sind. Sonst kann es vor Ort böse Überraschungen geben. Wenn der Kunde beispielsweise rothaariges Promotion-Personal gefordert hat, weil das besser zu seinen Unternehmensfarben passt (z. B. SIXT), ein oder zwei Anwesende aber schon längst wieder blond gefärbt sind, kann das zu unangenehmen Diskussionen führen. Egal ob Frau oder Mann: aktuelle Fotos sind Pflicht!
Auch spielt das Format eine Rolle – am praktischsten zum Versenden und Öffnen sind PDF-Dateien. Glücklicherweise lässt sich dank des Drucker Assistenten selbst jede Word-Datei am PC in ein PDF-Format umwandeln.
Natürlich kann man sich auch ohne Sedcard bei Agenturen bewerben. Manche erstellen diese dann individuell, wenn man auf deren Homepage Fotos und relevante Daten hochgeladen hat. Handelt es sich um eine allgemeine Sedcard oder eine erstmalige Zusammenarbeit, ist es auch immer von Vorteil, die Städte anzugeben, in denen man eingesetzt werden möchte oder Übernachtungsmöglichkeit hat, um die Einsatzchancen zu erhöhen.
Wichtig ist auch: Eine Sedcard ist nicht in Stein gemeißelt. Denn mit jedem neuen Jobeinsatz kommt eine Referenz hinzu, die stolz ergänzt werden kann.