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Selbstständig oder angestellt – Was ist besser für mich?

Promotion ist eine immer beliebter werdende Maßnahme im Direktmarketing und wird zunehmend auch von Kaufhäusern in Anspruch genommen. In diesem Fall arbeiten dann festangestellte Promoter für Marken und ersetzen Kundenberater vor Ort.

Promotion: selbstständig oder festangestellt?

Normalerweise handelt es sich bei einer Promotion-Tätigkeit um eine Tätigkeit auf selbstständiger Basis, was bedeutet, dass der jeweilige Promoter ein Gewerbe angemeldet hat und über einen Gewerbeschein verfügt. Er plant seine Einsätze in Eigenregie und rechnet diese auch selbstständig ab, indem er den Auftraggebern oder Agenturen Rechnungen schickt. Die Einsätze bekommt er von den Agenturen oder Auftragsportalen im Internet, bei denen man sich auf offene Jobausschreibungen bewerben kann. Zugesagt bzw. beworben wird sich nur bei Terminen, die mit dem eigenen Terminkalender kompatibel sind.
So haben selbstständige Promoter ein hohes Maß an Flexibilität, genügend Zeit für andere Aufgaben (Uni, Haushalt, Privatleben, Kinderbetreuung) und bekommen im Laufe ihrer Tätigkeit ein breites Jobspektrum zu Gesicht. Einsätze können in den unterschiedlichsten Bereichen stattfinden, sodass Abwechslung und ein spannender Joballtag garantiert sind.
Anders verhält es sich, wenn man als Promoter angestellt ist.
Meistens wird diese Lösung von großen Marken bzw. Ketten in Anspruch genommen, weil sie kostengünstiger ist, als „echtes“, festangestelltes Verkaufspersonal einzustellen.
Promoter haben die Aufgabe, für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung als Markenbotschafter zu fungieren und den Abverkauf anzukurbeln. Im Idealfall natürlich so charmant, überzeugend und sympathisch, dass der Kunde bereitwillig kauft, obwohl er andere Alternativen im gleichen Markt vor Ort zur Verfügung hätte. Die Verkäufe werden mit Provisionen honoriert und die Promoter haben oft sogar einen eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung (eigenes Tischchen, eigener Verkaufsstand etc.). Arbeitszeiten richten sich nach normalen Ladenöffnungszeiten, sodass es auch geregelte Pausenzeiten gibt. Eine Anstellung als Promoter kann als kurzfristige Beschäftigung, auf Mini-Job Basis oder als vollwertige Festanstellung erfolgen.
Bei einer Anstellung wechselt der Einsatzort also nicht ständig und auch die Ansprechpartner vor Ort sind für die Dauer der Promotion meist die gleichen.
Eine Anstellung als Promoter kommt all denjenigen entgegen, die den Job ohnehin lieben und gerne einen geregelten Arbeitsalltag haben oder sich die Sicherheit wünschen, immer genügend Aufträge und damit auch ein sicheres Gehalt zu bekommen. Wenn eine Promotion im angestellten Verhältnis stattfindet, handelt es sich in der Regel um eine Dauerpromotion, welche diesen Wünschen entspricht.

Vor- und Nachteile

Die Vor- und Nachteile beider Formen liegen dabei klar auf der Hand. Als selbstständiger Promoter genießt man die Freiheit, als angestellter Promoter die Beständigkeit. Besagte Beständigkeit geht einher mit Planungssicherheit, die gerade bei turbulentem Privatleben oder finanziellen Herausforderungen ein Segen sein kann. Man hat feste Einsätze und kann sich darauf verlassen, dass immer wieder Geld kommt.
Allerdings gilt es dabei abzuwägen, ob sich die Dauerpromotion lohnt. Wenn der Auftraggeber nur geringe Provisionssätze für Abverkäufe anbietet oder keine Absicherung durch Stundenlöhne gegeben ist, verdient man langfristig gesehen mehr, wenn man sich als selbstständiger Promoter auf dem Markt nach Aufträgen umschaut. Ist man selbstständig unterwegs, kann es sein, dass man nicht immer jede Freizeitlücke mit Aufträgen abgedeckt bekommt, weil man sich nach der Nachfrage richten muss und auch nicht bei jeder Bewerbung Jobzusagen für die Einsätze bekommt. Dafür verfügt man über ein höheres Maß an Flexibilität und kann die Nebentätigkeit viel besser mit dem eigenen Privatleben in Einklang bringen. Auch finden viele Promoter den Mix aus unterschiedlichen Aufgaben interessant, weil es somit jedes Mal aufs Neue Spaß macht und man die unterschiedlichsten Locations zu Gesicht bekommt.
Manchmal wird man vom Gastgeber sogar zu besonderen Abendveranstaltungen, die im Anschluss des Einsatzes stattfinden, eingeladen oder bekommt Freikarten für das, was man tagsüber promotet hat (z. B. Konzerte).

Beispiele für beide Fälle

Ein angestellter Promoter kann beispielsweise in einem Saturn- oder Mediamarkt zum Einsatz kommen, wo verschiedene Marken darauf bedacht sind, den Abverkauf ihrer Geräte zu fördern. Um diesen Zweck zu erfüllen, erhält man ein Namensschild und arbeitet ganz normal wie andere Fachberater auch auf der Fläche des Kaufhauses. Kunden sollen beraten und mit dem Produktnutzen der Zielgeräte vertraut gemacht werden. Bei Verkauf erhält der Promoter eine Vergütung. So hat er bei jedem Einsatz die gleiche Verkaufsfläche und genügend Zielgruppe vor Ort. Auch Pausenzeiten sind geregelt.
Ein freier Promoter kann beispielsweise an einem Wochenende auf einer Messe arbeiten, um Besucher mit Flyern oder anderen Mitteln auf einen Stand aufmerksam zu machen. Am nächsten Wochenende nimmt er an einer Werbeaktion für eine Hilfsorganisation in der Fußgängerzone teil. Seine Ansprechpartner vor Ort wechseln mit jedem Einsatz und auch der Aufgabeninhalt ist jedes Mal ein anderer.
Letztendlich muss jeder, der sich für Promotion als Nebentätigkeit interessiert, für sich selbst entscheiden, welche Variante besser passt und sich vielleicht auch mit dem eigenen Privatleben besser vereinbaren lässt.
Eine spannende Tätigkeit und interessante Vergütung sind in jedem Fall garantiert.